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Tarot-Buch für Anfänger: Worauf es bei einem guten Einstiegsbuch ankommt

Ältere Person liest abends bei Kerzenlicht in einem Buch, daneben eine verdeckte Karte

Von Redaktion Kartenzeit

Zuletzt aktualisiert: · 9 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein gutes Tarot-Einstiegsbuch ist klar aufgebaut, erklärt jede Karte mit Beispielen, enthält Übungen und bezieht sich auf ein verbreitetes Deck wie Rider-Waite. Achten Sie außerdem auf eine angenehme Schriftgröße. Ob Sie ein Set mit Deck oder Buch und Karten getrennt kaufen, hängt davon ab, wie frei Sie das Deck wählen möchten.

Ein Buch ist für viele Menschen der ruhigste Weg, Tarot zu lernen: Sie bestimmen das Tempo, brauchen keine Technik und können jederzeit zurückblättern. Die Auswahl ist allerdings groß, und Titel oder Umschlag verraten wenig über die Qualität. Statt einzelne Bücher zu bewerten, stellen wir hier die Kriterien vor, an denen Sie ein gutes Einstiegsbuch selbst erkennen, und ordnen die typischen Buch-Typen ein.

Warum ein Buch ein guter Einstieg sein kann

Ein Buch verlangt keine Anmeldung, keinen Bildschirm und keine festen Termine. Sie können morgens eine Karte lesen und abends darüber nachdenken. Gerade für Menschen, die gern in Ruhe und auf Papier lernen, ist das ein großer Vorteil. Der Nachteil: Niemand beantwortet Ihre Fragen, und Sie müssen sich selbst zur Regelmäßigkeit anhalten.

Drei Lernwege im Überblick

Je drei Kennzahlen zur ersten Orientierung, ausführlich in der Tabelle darunter.

  • Buch

    Tempo
    ganz Ihres
    Technik
    keine
    Austausch
    allein
  • Online-Kurs

    Tempo
    frei, mit Anleitung
    Technik
    Gerät und Internet
    Austausch
    je nach Kurs
  • Volkshochschule

    Tempo
    feste Termine
    Technik
    meist keine
    Austausch
    in der Gruppe

Wenn Sie zwischen Buch, Online-Kurs und Volkshochschule schwanken, hilft der ausführliche Vergleich im Lernweg-Ratgeber. Dort sind auch Kosten, Zeitaufwand und Austausch mit anderen gegenübergestellt.

Alle Lernwege im Vergleich: Buch, Online-Kurs oder Volkshochschule

Kriterien für ein gutes Einstiegsbuch

Klarer Aufbau

Ein gutes Buch erklärt zuerst den Aufbau des Tarots: 22 Große Arkana, 56 Kleine Arkana in vier Farben, Hofkarten. Danach folgen die einzelnen Karten in einer nachvollziehbaren Reihenfolge und schließlich Legesysteme. Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis und ein Register helfen Ihnen, eine Karte schnell nachzuschlagen.

Beispiele statt Schlagworte

Reine Stichwortlisten wie „Neubeginn, Mut, Aufbruch“ sind ein Anfang, reichen aber nicht. Besser sind Bücher, die die Bildsymbole beschreiben und an einem kurzen Beispiel zeigen, wie eine Karte im Zusammenhang einer Frage betrachtet werden kann. So lernen Sie, selbst zu deuten, statt nur nachzuschlagen.

Übungen

Ein Einstiegsbuch sollte Sie ins Tun bringen: eine Tageskarte, eine kleine Legung, Fragen zum Notieren. Übungen machen den Unterschied zwischen einem Nachschlagewerk und einem Lernbuch.

Schriftgröße und Gestaltung

Werfen Sie, wenn möglich, einen Blick in eine Leseprobe. Ist die Schrift angenehm groß, der Zeilenabstand ausreichend, das Papier nicht zu dünn? Sind die Karten abgebildet, und zwar groß genug, um Details zu erkennen? Ein E-Book bietet den Vorteil einer einstellbaren Schriftgröße, Kartenabbildungen sind dort aber oft klein.

Bezug zu einem Deck

Die meisten Einsteigerbücher beziehen sich auf das Rider-Waite-Tarot oder Decks in dessen Tradition. Das ist praktisch, weil Bilder im Buch und auf Ihren Karten übereinstimmen. Wenn Sie ein anderes Deck nutzen, prüfen Sie vorher, ob das Buch dazu passt. Mehr zur Wahl des Decks lesen Sie im Ratgeber Rider-Waite oder modernes Deck.

Haltung des Buches

Ein seriöses Buch stellt Tarot als Werkzeug zur Selbstreflexion dar und lässt Ihnen Raum für eigene Gedanken. Vorsicht bei Versprechen, das Buch zeige Ihnen sicher die Zukunft, oder bei Aussagen zu Gesundheit und Geld. Für eine Vorhersagekraft der Karten gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg.

Checkliste für den Buchkauf

  • Inhaltsverzeichnis zeigt Aufbau, Kartenbeschreibungen und Legesysteme
  • Jede Karte mit Bildbeschreibung und Beispiel erklärt
  • Übungen zum Mitmachen enthalten
  • Schriftgröße und Abbildungen in der Leseprobe angenehm
  • Bezug zu Rider-Waite oder Ihrem gewählten Deck
  • Keine Heils-, Geld- oder Zukunftsversprechen

Typische Buch-Typen im Überblick

Statt einzelne Titel zu bewerten, hilft es, die gängigen Buch-Typen zu kennen. So können Sie in der Buchhandlung oder Bibliothek gezielter suchen.

Typische Tarot-Bücher für den Einstieg
Buch-TypWas es bietetGeeignet für
Einsteiger-LehrbuchAufbau, alle Karten, Legesysteme, ÜbungenDen systematischen Start
KartenlexikonKurze Bedeutungen zum NachschlagenErgänzung zum Lehrbuch
Arbeitsbuch / JournalFragen, Schreibübungen, Platz für NotizenRegelmäßige Praxis
Begleitbuch im SetErklärungen passend zum beiliegenden DeckEinfachen Gesamtstart
Vertiefendes FachbuchSymbolik, Geschichte, HintergründeSpäter, nach dem Einstieg

Für den Anfang genügt ein Einsteiger-Lehrbuch. Ein Kartenlexikon oder ein Arbeitsbuch können Sie später ergänzen. Vertiefende Fachbücher sind oft anspruchsvoll geschrieben und eher etwas für den zweiten Schritt.

Buch mit Deck oder separat kaufen?

Ein Set aus Karten und Buch ist bequem: Beides passt garantiert zusammen, und Sie können sofort beginnen. Allerdings ist das beiliegende Buch manchmal knapper als ein eigenständiges Lehrbuch, und das Kartenformat lässt sich nicht frei wählen. Wer Buch und Deck getrennt kauft, kann ein Deck nach Lesbarkeit und Bildstil auswählen und ein ausführlicheres Buch dazu nehmen.

Dafür spricht

  • + Set: Buch und Karten passen sicher zusammen
  • + Set: ein Kauf, sofort startklar
  • + Getrennt: Deck frei nach Format und Lesbarkeit wählbar
  • + Getrennt: oft ausführlicheres Buch

Dagegen spricht

  • – Set: Begleitbuch manchmal knapp
  • – Set: Kartenformat vorgegeben
  • – Getrennt: Sie müssen prüfen, ob Buch und Deck zusammenpassen
  • – Getrennt: meist zwei Käufe

Beispiel: Tarot-Einsteigerbuch

Link führt zu einer Shop-Suche bei Amazon, nicht zu einem bestimmten Produkt.

  • Systematischer Aufbau aller 78 Karten
  • Meist mit Legesystemen und Übungen
  • Zum Nachschlagen jederzeit griffbereit
  • Inhalt, Umfang und Schriftgröße unterscheiden sich stark – Leseprobe ansehen, laut Anbieter, Stand prüfen.

Preisrahmen: häufig etwa 10–25 € laut Anbieter, Stand prüfen

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Beispiel: Rider-Waite-Einsteiger-Set mit deutschem Buch

Link führt zu einer Shop-Suche bei Amazon, nicht zu einem bestimmten Produkt.

  • Karten und Buch passen zusammen
  • Weit verbreitetes Standarddeck
  • Sofort startklar
  • Begleitbuch je nach Ausgabe eher kurz – laut Anbieter, Stand prüfen.

Preisrahmen: häufig etwa 20–35 € laut Anbieter, Stand prüfen

Bei Amazon ansehen

So lernen Sie gut mit einem Buch

Nehmen Sie sich nicht vor, das Buch in einem Zug zu lesen. Besser ist ein ruhiger Rhythmus: jeden Tag eine Karte ziehen, das Bild zuerst selbst betrachten, dann im Buch nachlesen und ein paar Gedanken notieren. So lernen Sie die 78 Karten in einigen Monaten ohne Druck kennen.

Legesystem: die Tageskarte

Eine Karte, eine Frage für den Tag. Ideal für den Einstieg.

  1. Position 1: Mein Impuls für heute1Mein Impuls für heute

Wenn Sie nach einigen Wochen merken, dass Ihnen Austausch fehlt, kann ein Kurs eine gute Ergänzung sein. Worauf Sie dabei achten sollten, beschreibt der Ratgeber zum Tarot-Online-Kurs. Und wenn Sie noch kein Deck haben, hilft der Deck-Finder bei der Auswahl.

Noch kein Deck? Zum Deck-Finder

Ergänzung mit Kurs: Tarot-Online-Kurs: Worauf achten?

Ein einfacher Lernplan mit Buch

Ein Plan muss nicht streng sein, aber eine grobe Richtung hilft. Viele Menschen kommen gut voran, wenn sie mit den Großen Arkana beginnen. Diese 22 Karten zeigen große Lebensthemen und sind oft leichter zugänglich als die Zahlenkarten. Danach folgen die vier Farben der Kleinen Arkana, jeweils eine Farbe über einige Wochen.

Vorschlag für die ersten Monate

  • Woche 1–2: Aufbau des Tarots lesen und das Deck in Ruhe durchsehen
  • Woche 3–8: täglich eine Karte der Großen Arkana betrachten und notieren
  • Danach: je Farbe der Kleinen Arkana etwa zwei bis drei Wochen
  • Zwischendurch: einmal pro Woche eine kleine Legung mit drei Karten
  • Laufend: eigene Notizen mit den Erklärungen im Buch vergleichen

Ein eigenes Notizbuch ist dabei sehr wertvoll. Schreiben Sie zu jeder Karte auf, was Sie selbst im Bild sehen, und erst danach, was das Buch sagt. Nach einigen Monaten haben Sie so Ihr persönliches Kartenlexikon, das oft hilfreicher ist als jedes gekaufte. Wenn Sie einmal eine Woche aussetzen, ist das kein Rückschritt; die Karten laufen Ihnen nicht davon.

Wer mag, kann sich mit Freundinnen, Freunden oder in einer Volkshochschulgruppe über die eigenen Notizen austauschen. Andere Blickwinkel auf dieselbe Karte zeigen, wie offen die Bilder sind und dass es nicht die eine richtige Deutung gibt.

Häufige Fragen

Brauche ich als Anfänger überhaupt ein Buch?

Nicht zwingend, aber es hilft sehr. Ein Buch erklärt Aufbau und Symbolik und gibt Übungen vor. Das Begleitheft vieler Decks ist dafür oft zu knapp.

Muss das Buch zu meinem Deck passen?

Es ist deutlich einfacher, wenn Bilder im Buch und auf Ihren Karten übereinstimmen. Die meisten Einsteigerbücher beziehen sich auf Rider-Waite oder Decks in dieser Tradition.

Reicht ein Buch zum Lernen aus?

Für viele Menschen ja. Wer gern Fragen stellt oder Austausch sucht, kann später einen Kurs oder eine Volkshochschulgruppe ergänzen.

Ist ein E-Book eine gute Alternative?

Ein E-Book bietet einstellbare Schriftgröße, Kartenabbildungen sind darin aber oft klein. Zum Nachschlagen neben den Karten empfinden viele ein gedrucktes Buch als angenehmer.

Woran erkenne ich ein unseriöses Tarot-Buch?

An Versprechen wie sicheren Zukunftsvorhersagen, Heilung oder schnellem Geld. Ein seriöses Buch stellt Tarot als Werkzeug zur Selbstreflexion dar und lässt Ihnen Raum für eigene Gedanken.

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